Bayerischer Gemeindetag

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05.12.2018 11:29:21

Steuereinnahmen bayerischer Gemeinden laut Kassenstatistik im 3. Quartal 2018; Zuwächse bei den Steuereinnahmen

Die Summe der gemeindlichen Steuereinnahmen im 3. Quartal 2018 liegt mit 5.128 Millionen Euro um 10.9 Prozent (+ 506 Millionen Euro) über dem bereits sehr guten Vorjahresergebnis von 4.622 Millionen Euro. Damit hat sich der Zuwachs der kommunalen Steuereinnahmen auch im 3. Quartal stabil positiv entwickelt. Ausgehend von den bereits erfreulichen Vorjahreszahlen hat sich sowohl die Gewerbesteuer netto (+ 19,4 Prozent) stabil entwickelt. Einen leichten Zuwachs weist auch der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer auf. Auch der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer entwickelt sich erfreulich mit einem Plus von 19,1 Prozent.

Bezogen auf die Steuereinnahmen des ersten bis dritten Quartals des Vorjahres 2017 zeigt sich bei den Gesamteinnahmen ein Zuwachs von 1,03 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 8,3 Prozent bezogen auf die Gesamteinnahmen von 13,44 Milliarden Euro. Aufgrund der erfreulich positiven Entwicklung der Gewerbesteuer netto weisen die kreisfreien Städte ein Plus von 640 Millionen Euro (+ 12,6 Prozent) auf. Auch die kreisangehörigen Städte, Märkte und Gemeinden weisen eine positive Entwicklung auf, jedoch nicht in gleichem Umfang wie die kreisfreien Städte. Der Aufwuchs im kreisangehörigen Bereich beträgt 390 Millionen Euro (+ 5,3 Prozent).

Die Zahlen für die ersten drei Quartale des Jahres 2018 bilden, wie auch in den letzten Jahren, die erfreulich stabile wirtschaftliche Lage, die hervorragende Situation am Arbeitsmarkt, auch auf der Einnahmenseite der Gemeinden ab. Die bisher erfreuliche Entwicklung auch des Jahres 2018 gibt Anlass zu der berechtigten Hoffnung, dass aufgrund der vorliegenden aktuellen Indikatoren des vierten Quartals auch das Jahresergebnis 2018 positiv ausfallen wird. Gleichwohl ist jedoch festzustellen, dass auch die Ausgabenseite in vielen kommunalen Bereichen eine unverändert starke Dynamik aufweist. Dies gilt vor allem auch im Hinblick auf die Sozialleistungen. Insoweit ist darauf hinzuweisen, dass trotz erfreulicher Einnahmensituation der Gemeinden, eines unverändert starken kommunalen Finanzausgleichs viele Gemeinden nicht die Möglichkeit haben, aufgrund unverändert bestehender hoher Anforderungen in den Bereichen Betreuung, Bildung, Integration, Schaffung von Wohnraum usw., zu nachhaltigen strukturellen Veränderungen zu kommen. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass auch der bestehende Investitionsrückstand, wenn überhaupt, nur in geringem Umfang abgebaut werden kann. Gleiches gilt auch für die, bei den Kommunen bestehende, Verschuldung.

Die einzelnen Daten können Sie den Übersichten des Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung entnehmen.

 



Bild: Thommy Weiss / pixelio.de